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Reisen mit dem Wind

Schon zu Zeiten der Pharaonen wußten die Menschen den Wind zu nutzen, ließen sie diese Natur-Kraft für sich arbeiten. Wie uns alte Reliefs und Malereien überliefern, waren bereits im Alten Reich Segelboote bekannt ­ als Transportmittel für Lasten und als Reise-Gefährt für die Menschen.

Allerdings ist das mit dem Wind nicht ganz einfach, denn er hat so seine Tücken: In Ägypten herrscht Nordwind vor ­ damals und noch heute. Deshalb war Segeln stromauf günstig. Stromab dagegen war Rudern angesagt.

Wie wichtig das Reisen auf dem Nil in der Antike war, wird deutlich, wenn man die Hieroglyphen betrachtet. Es gab eigens zwei Zeichen dafür: "Nordwärts reisen", also stromab, wurde als Ruderboot dargestellt, "südwärts reisen", stromauf, als Segelboot. Da ist es schon etwas kurios, dass heute Touren mit einer Felukka, dem traditionellen Segelboot Ägyptens, gerade nordwärts, nämlich von Assuan stromab bis Kom Ombo, Edfu oder Esna eine Touristen-Attraktion sind. Natürlich gibt es dieses Angebot auch von Luxor aus. Stromauf von Esna (erst ab und bis zu diesem Städchen an der Schleuse sind die längeren Segel-Touren erlaubt) bis Assuan, mit Besichtigungs-Stopps an den antiken Tempeln am Nil-Ufer und der besseren Chance auf den "richtigen" Wind. Und wer nicht genügend Zeit für eine "echte" Reise hat, sollte zumindest einen Mini-Segeltörn in Luxor auf dem Nil unternehmen.

Felukka-Fahrten haben ihren ganz eigenen Reiz. Vielleicht gerade weil die Reisegeschwindigkeit vom Wind bestimmt wird, der sich auch heutzutage nicht vom Menschen manipulieren läßt. Ganz beschaulich, fast lautlos gleitet das Boot auf dem Strom dahin. Vorbei am üppig-grünen Ufer. Vorbei an Inseln und Dörfern. Vorbei an "badenden" Wasserbüffeln, aufgeregten Ibissen, schnatternden Entenschwärmen. Vorbei an Fellachen und Fischern, die ihr Land bestellen, ihre Netze auswerfen wie schon vor tausenden von Jahren.

Die "Begleitmusik" dieser Reise, die Geräusche hängen unmittelbar mit dem Vorwärtskommen zusammen. Sind bald ganz vertraut: Das Knarren des Ruders, das Knattern des großen Segels, das Rauschen des Wassers unter dem Schiffsrumpf. Ganz gleich, ob Sie sich für eine einfache Felukka, eine der selteneren alten, liebevoll restaurierten Dahabeyas - den komfortableren, eleganten Zweimastern - oder eine der umgebauten Sandels (ehemalige Last-Boote) entscheiden: Motoren sind tabu!

Gekocht und geschlafen wird an Bord, unter dem faszinierenden Sternenhimmel Oberägyptens oder in kleinen Kajüten. Man fühlt sich zurückversetzt in die Vergangenheit. Wird unterwegs bestens eingestimmt auf die Begegnungen an Land. Begegnungen mit den Menschen von heute in den Städten und Dörfern hier, mit den Zeugen der Vergangenheit dort, wo die Götter in den Tempeln nahe dem Fluß verehrt wurden.

Viele Besucher Ägyptens sind bereit, sich einmal von ihrem exakten Zeitplan zu trennen, ein paar Tage auf den Komfort eines 5-Sterne-Hotels zu verzichten. Wer sich auf die einfache Lebensweise der "normalen" Menschen des Landes einlassen möchte, für den ist eine solche Nil-Reise wie geschaffen. Ein unvergeßliches Erlebnis ohne Stundenplan, ohne Etikette. Ein Unternehmen, bei dem jeder eine besondere, eine enge Verbindung mit dem Land und seinen Bewohnern knüpfen kann.

Verläßliche Kapitäne und Boote finden Sie sowohl auf dem West- als auch auf dem Ostufer von Luxor und natürlich in Assuan. Lassen Sie sich von ihnen entführen in eine Welt der leisen Töne. Verführen zu einer Reise mit dem Wind. (Text und Fotos Antje Sliwka)

Zögern Sie nicht, uns für Empfehlungen zu kontakten.



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