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Ruhmeshallen
mit bewegter Vergangenheit Wie an einer Perlenkette waren die meisten der über 30 ehemaligen Totentempel an der Grenze zwischen Fruchtland und Wüste über eine Strecke von knapp acht Kilometern aufgereiht. Aber nicht alle hatten nur einen Gründer oder Besitzer. So übernahm Haremhab (ca. 1321 - 1293 v.Chr.) den Tempel seines Vorgängers Eje (ca. 1325 - 1321 v.Chr.) in Medinet Habu, der wiederum zwei Kolossalstatuen seines Vorgängers Tut-ench-Amun (ca. 1334 - 1325 v.Chr.) usurpiert hatte. Tempelklau auf pharaonische Art. Aber nicht nur in altägyptischer Zeit wurden die Tempel geplündert. Viele, wie der der Königin Hatschepsut (ca. 1498 - 1483 v. Chr.) oder Medinet Habu des Ramses III. (ca. 1182 - 1151 v. Chr.), dienten mit dem Vormarsch des Christentums als Klöster mit entsprechenden Beschädigung etwa durch die Nutzung der Weihestätten als Arbeitsräume. Davon zeugen noch heute die in den Stein gemeißelten koptischen und römischen Kreuze. Später wurden die Sakralbauten auch schon mal als Viehstall oder Unterkunft während der Zeit der Nilschwemme zweckentfremdet. Aber sie dienten auch als Steinbruch. Kalkstein wurde zu Kalk verbrannt, mit den Lehmziegeln der Umfassungsmauern wurden Häuser gebaut. So blieb von vielen Tempeln praktisch nichts übrig. Geraubt wurde auch noch, nachdem die moderne Archäologie als Wissenschaft Einzug gehalten hatte. Mit den Expeditionen des deutschen Sprachwissenschafftlers Karl Richard Lepsius von 1842 bis 1845, danach des Franzosen Auguste Mariette, der ab 1850 nach Ägypten kam, und vor allem mit den Grabungen des Engländers Wiliam Flinders Petrie ab 1880. Auch Lepsius, Mariette und Petrie brachten zahlreiche wertvolle Stücke nach Berlin, Paris bzw. London. Die Tempel, die einzigen Steinbauten aus der altägyptischen Zeit, haben eine wechselvolle Vergangenheit. Die Bauten in Theben West, sie waren im Neuen Reich Pflicht für jeden König. Der erste Herrscher, der weit von seinem Grab entfernt ein solches Monument errichten ließ, war wahrscheinlich Amenhotep I. (ca. 1551 - 1524 v.Chr.). Von vielen Tempeln ist nichts geblieben, aber einige Häuser „für Millionen von Jahren“ haben - wenn auch etwas mitgenommen - zumindest über 3000 Jahre einigermaßen heil überstanden. Wir stellen Ihnen Neuigkeiten und Neurestaurierung der Totentempel von Theben West Stück für Stück vor. Die
Bilder zeigen von oben nach unten:
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