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Karnak – das besondere Tempel-Erlebnis "Iput-Isut", die angesehensten aller Stätten, lautete der altägyptische Name des heiligen Komplexes von Karnak (Foto oben: Blick auf die Anlage vom Dach des Chons-Tempels). Die Baugeschichte beginnt in der 11. Dynastie (ca. 2134–1999 v. Chr.), reicht bis in die römische Zeit hinein. Über 13. Jahrhunderte bauten die Könige an der größten Tempel-Anlage des Landes. Dem Reichsgott Amun geweiht, sah es jeder Herrscher als Teil seiner göttlichen Pflichten an, ein Bauwerk hinzuzufügen, auf Pylonen und Säulen seine Ruhmes-Taten zu verewigen. Bekannteste Namen der vielen "Bauherren": Die Reihe der Könige mit den Namen Amenhotep, Thutmosis, Ramses und Setoy, aber auch Echnaton, Hatschepsut und Tut-ench-Amun gehören dazu. Machen Sie mit uns einen Rundgang, aber nur einen ganz kleinen über die Hauptachse.
Durch den zweiten
Pylon betritt man den großen Amun-Tempel. Atemberaubend immer wieder
das "Herz" der Anlage: Der große Säulensaal, eigentlich
wert, in die Liste der Weltwunder aufgenommen zu werden. Auf einer Fläche
von insgesamt 104 x 52 Metern "wachsen" in 16 Reihen 134 über
und über mit Hieroglyphen verzierte Säulen bis zu 23 Meter hoch
in den ägyptischen Himmel (Foto rechts Mitte, Foto Hinter dem dritten
(Amenhotep III.) und vierten Pylon (Thutmosis I.) ziehen zwei Obelisken
aus Rosengranit die Blicke auf sich. Königing Hatschepsut ließ
die "Himmelsnadeln" errichten (Foto rechts unten), erst ihr
Nachfolger Thutmosis III. ließ sie einmauern. Danach erreicht man
das Allerheiligste, in dem einst die heilige Barke des Reichsgottes Amun
ihren Platz hatte. Südlich daneben glänzt noch heute der große
Heilige See in der Sonne, der einst einen Verbindungskanal zum Nil hatte.
Dahinter wurden die Zuschauertribünen für die allabendlich in
verschiedenen Mit dieser Kurzbeschreibung führen wir Sie lediglich über die Hauptachse bis zum Sanktuar und Heiligen See. Denn es ist unmöglich, in Kürze Informationen über den Gesamtkomplex zusammenzustellen. Unser Tipp: Nehmen Sie sich viel Zeit für Karnak, gehen Sie auf Entdeckungstour und schauen Sie sich auch die kleinen Kapellen und Tempel nördlich und südlich der Hauptachse an. Und planen Sie bei jedem Luxor-Urlaub einen Karnak-Tag ein. Denn bei jedem Besuch entdeckt man in Karnak garantiert noch etwas Neues. Schließlich sind über 100 Hektar mit Pylonen und Kolossal-Statuen, Sphinx-Alleen und Obelisken, Tempeln und Kapellen bedeckt. Und noch immer forschen, graben, restaurieren hier Ägyptologen aus aller Welt, die mit Ihren Funden auch immer wieder mit Überraschungen aufwarten. Zu den neueren "Schätzen"
im Karnak-Tempel-Komplex gehören der Chons-Tempel (Foto unten links:
Wandrelief mit opferndem Ramses III.) im südlichen Teil der Anlage
und die "Rote Kapelle" der Königin Hatschepsut im nördlich
angrenzenden Open-air-Museum, das trotz zusätzlicher Eintrittskarte
unbedingt einen Besuch wert ist. Ganz gleich ob Sie zum ersten oder xten Mal, nur kurz oder lange nach Karnak kommen: Die Tempel, Kapellen, Pylone, Obelisken, Sphingen, Reliefs und Wandmalereien lassen niemanden unberührt, fordern zum Wiederkommen auf. (Text und Fotos Antje Sliwka)
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