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Reisen
mit dem Wind Allerdings ist das mit dem Wind nicht ganz einfach, denn er hat so seine Tücken: In Ägypten herrscht Nordwind vor damals und noch heute. Deshalb war Segeln stromauf günstig. Stromab dagegen war Rudern angesagt.
Felukka-Fahrten haben ihren ganz eigenen Reiz. Vielleicht gerade weil die Reisegeschwindigkeit vom Wind bestimmt wird, der sich auch heutzutage nicht vom Menschen manipulieren läßt. Ganz beschaulich, fast lautlos gleitet das Boot auf dem Strom dahin. Vorbei am üppig-grünen Ufer. Vorbei an Inseln und Dörfern. Vorbei an "badenden" Wasserbüffeln, aufgeregten Ibissen, schnatternden Entenschwärmen. Vorbei an Fellachen und Fischern, die ihr Land bestellen, ihre Netze auswerfen wie schon vor tausenden von Jahren.
Gekocht und geschlafen wird an Bord, unter dem faszinierenden Sternenhimmel Oberägyptens oder in kleinen Kajüten. Man fühlt sich zurückversetzt in die Vergangenheit. Wird unterwegs bestens eingestimmt auf die Begegnungen an Land. Begegnungen mit den Menschen von heute in den Städten und Dörfern hier, mit den Zeugen der Vergangenheit dort, wo die Götter in den Tempeln nahe dem Fluß verehrt wurden. Viele Besucher Ägyptens sind bereit, sich einmal von ihrem exakten Zeitplan zu trennen, ein paar Tage auf den Komfort eines 5-Sterne-Hotels zu verzichten. Wer sich auf die einfache Lebensweise der "normalen" Menschen des Landes einlassen möchte, für den ist eine solche Nil-Reise wie geschaffen. Ein unvergeßliches Erlebnis ohne Stundenplan, ohne Etikette. Ein Unternehmen, bei dem jeder eine besondere, eine enge Verbindung mit dem Land und seinen Bewohnern knüpfen kann. Verläßliche Kapitäne und Boote finden Sie sowohl auf dem West- als auch auf dem Ostufer von Luxor und natürlich in Assuan. Lassen Sie sich von ihnen entführen in eine Welt der leisen Töne. Verführen zu einer Reise mit dem Wind. (Text und Fotos Antje Sliwka) |
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